Gutachten bei Schimmelbefall

 

Schimmelpilze sind Organismen.

Sie benötigen idealerweise die gleichen Lebensbedingungen wie wir in Form von Raumklima - Feuchtigkeit - Nährböden

 

Inga Bellwinkel / Bau-Sachverständige / Gutachten bei Schimmelbefall

 

Warum entsteht Schimmel?

Schimmelpilzbefall in Innenräumen kann jeden treffen. Die unliebsamen Mitbewohner lassen sich auf den Wandinnenflächen nieder und fühlen sich bei einer Temperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius am wohlsten. Ist es dazu noch ausreichend feucht, sind dies ideale Bedingungen für ihr Wachstum und ihre Vermehrung.

Am Anfang läuft dieser Prozess nicht sichtbar für das menschliche Auge ab. Zeigen sich jedoch nach einigen Wochen oder sogar erst Monaten Ausblühungen und Flecken an der Oberfläche, ist oft guter Rat teuer. Um vor allem wiederkehrenden Schimmel gründlich und nachhaltig zu entsorgen, sollte ein Gutachter eingeschaltet werden, der die Ursache aufspürt.

 

Vier gute Gründe, Schimmel den Kampf anzusagen und einen Gutachter hinzuzuziehen

 

Optik & Gesundheit

Im besten Falle wird Schimmel bereits erkannt, bevor er sichtbar wird. Und zwar nicht nur, weil die Auswüchse und Ausblühungen ein optisches Problem darstellen, sondern auch weil sie der persönlichen Gesundheit schaden können. Gelangen Schimmelsporen in die Luft, rufen sie nicht selten Allergien oder asthmatische Erkrankungen hervor.

 

Wertminderung & erhöhter Energieverbrauch

Schimmel ist ein Indiz für einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt. Resultiert dieser aus einem feuchten Mauerwerk oder mangelnder Wärmedämmung, sollte schnell gehandelt werden. Denn Schäden in der Bausubstanz können den Wert einer Immobilie erheblich mindern. Die professionelle Analyse durch einen sachverständigen Gutachter hilft bei der Bestimmung der Schimmel-Ursache und bei der Wahl des geeigneten Sanierungskonzeptes.

Nicht zuletzt erfordert eine kritische Feuchtsituation auch einen erhöhten Wärmebedarf. Dadurch steigen der Energieverbrauch und die Heizkosten.

 

Gutachter rechtzeitig einschalten, denn Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Woher der Schimmel genau kommt, erkennt ein Gutachter. Seine fachkundige Aussage greift nicht nur bei der Behebung der Ursache, sondern auch dann, wenn die Schuldfrage zwischen Mietern und Vermietern geklärt werden muss. Der Gutachter misst beispielsweise Feuchte und Temperatur und erstellt Thermografie-Aufnahmen, um Wärmebrücken, das heißt Energielecks, nachweisen. Für die genaue Bestimmung und Zuordnung des Schimmels entnimmt der Gutachter zudem Proben der Schimmelpilze.

Ist die Schimmelbildung auf einen mangelnden Luftaustausch innerhalb der Räumlichkeiten zurückzuführen, kann jeder Hausbewohner durch sein eigenes Verhalten dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von Schimmel zu minimieren:

  • richtiges und ausreichendes Lüften, vor allem in Küche und Badezimmer
  • Stoßlüften statt Dauerlüften und währenddessen die Heizung herunterdrehen
  • Wäsche wenn möglich außerhalb der Wohnung trocknen
  • Zwischen Möbeln und Innenwänden einen Abstand von 10 Zentimetern einplanen, damit die Raumluft zirkulieren kann
  • nach dem Duschen Wasser von Wänden und Boden entfern