Gutachten Holz- und Bautenschutz

 

Insekten - Nagekäfer - Naßfäulepilze - Echter Hausschwamm

begünstigt durch Feuchtigkeit - mangelnder Holzschutz - biologische Eintragung, etc.

 

Inga Bellwinkel/Bau-Sachverständige/Gutachten Holz- und Bautenschutz

 

 

Holzzerstörende Insekten und Hausschwamm – die Protagonisten im Holz- und Bautenschutz

Die Verwendung von Holz beim Hausbau ist beliebt, denn kein anderer Werkstoff strahlt so viel Natürlichkeit und Wärme aus. Damit das dauerhaft so bleibt, sollte in einen guten Holz- und Bautenschutz investiert werden. Wer daran spart, riskiert den Einzug unerwünschter Mitbewohner, etwa tierische Holzschädlinge oder Nassfäulepilze, wie den der gefürchteten Hausschwamm.

 

Die bekanntesten holzzerstörende Insekten

Hausbockkäfer, diverse Nagekäfer - im Volksmund als Holzwürmer bezeichnet -, aber auch Ameisen gehören hierzulande zu den häufigsten holzzerstörenden Insekten. Während sich der Hausbock am liebsten im Dachbereich durch weiches Nadelholz frisst und damit die Stabilität des Dachstuhls gefährden kann, macht der gescheckte oder der gekämmte Nagekäfer auch vor hartem Kernholz nicht halt. Holzverkleidungen und Möbel, Treppen und Dielen gehören zu seinen Einzugsgebieten. Ameisen leben meist in Symbiose mit Nassfäulepilzen. Die Insekten können massive Schäden in der Holzkonstruktion anrichten, deshalb sollten Hausbesitzer bei einem Verdacht einen Fachmann, der über den Sachkundenachweis Holzschutz am Bau verfügt und somit qualifiziert ist, hinzuziehen..

 

Was deutet auf Holzinsekten hin?

  • helle frische Bohrmehlhäufchen
  • Käferflug im Raum in den frühen Sommermonaten
  • Fluglöcher im Holz (kreisrund bei Nagekäfer, oval beim Hausbockkäfer)
  • Fraßgeräusche beim Hausbock
  • Klopftest: hohle Geräusche deuten auf Fraßgänge von Hausbockkäfer hin

 

Der echte Hausschwamm

Es gibt viele Nassfäulepilze und Schwämme, die eine Gefahr für Holzbauteile darstellen, wenn Feuchtigkeit unbemerkt am Holz anstand. Der echte Hausschwamm ist der gefährlichste von allen. Im Holz- und Bautenschutz kommt ihm daher besonders viel Aufmerksamkeit zuteil. Der Hausschwamm befällt überwiegend Nadelhölzer mit einer Holzfeuchtigkeit von 30 bis 50 Prozent. Am wohlsten fühlt er sich bei Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad Celsius. Wenn er sich etabliert hat, durchwächst er Mauerwerk und kann durch sein besonderes Feuchtetransportsystem auch trockenes Holz mit 20 % Holzfeuchte befallen. Besteht der Verdacht auf den echten Hausschwamm oder andere Nassfäulepilze, sollte so früh wie möglich ein Gutachter für Holz- und Bautenschutz herangezogen werden.

 

Was deutet auf den echten Hausschwamm oder andere Nassfäulepilze hin?

  • Alle Nassfäulepilze wachsen im Verborgenen: knarzende Dielen und ein weicher Boden deuten auf beschädigte Deckenbalken hin.
  • Fruchtkörper, z.B. in Ockerbraun, weißlicher, filziger Rand
  • wattige, weiße Fäden um Fruchtkörper und Versorgungsstränge
  • befallenes Holz färbt sich dunkel, zeigt Querrisse oder wird auffallend leicht

 

Ist der Hausschwamm meldepflichtig?

Laut DIN 68800-4 handelt es sich beim echten Hausschwamm um einen schweren Baumangel, der von einem Sachkundigen für Holz- und Bautenschutz festgestellt werden muss. Meldepflicht gegenüber den Bauämtern besteht in Deutschland in den Bundesländern Sachsen und Thüringen. Der Gutachter ermittelt, ob ein Schädling aktiv ist. Er erstellt eine Befallsdiagnose und empfiehlt Maßnahmen für einen konstruktiven Holz- und Bautenschutz durch einen Fachbetrieb.